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Direkt nach dem Öffnen zeigt sich, ob der Wrap noch richtig fit ist: Er soll geschmeidig aus dem Folienbeutel kommen, sich flach auslegen lassen und beim ersten Tuck nicht an den Rändern knistern. Ein trockenes Tabakblatt verzeiht wenig. Ein frischer Wrap lässt sich dagegen gut formen und hält auch etwas mehr Füllung aus als ein normales Longpaper.
Klassische Blunt Wraps wie die von Double Platinum bestehen aus homogenisiertem Tabakblatt. Das Blattmaterial wird zu einer gleichmäßigen Bahn verarbeitet, weshalb Dicke und Oberfläche berechenbarer sind als bei einem naturbelassenen Deckblatt. Beim Drehen ist das angenehm: keine kräftigen Blattadern, keine schiefen Zuschnitte und deutlich weniger Gefummel.
Gegenüber dünnem Paper bringt der Tabak-Wrap mehr Körper, einen langsameren Abbrand und einen klaren Eigengeschmack mit. Genau das gehört zum Blunt dazu. Wer möglichst wenig Hülle schmecken möchte, liegt mit einem feinen Paper meist näher an seinem Ziel. Und wichtig: Ein aromatisierter Tabak-Wrap bleibt ein Tabakprodukt und kann Nikotin enthalten. Fruchtaroma macht ihn nicht tabakfrei.
Bei Blunt Wraps sitzt das Aroma nicht bloß auf einer schmalen Gummierung, sondern im ganzen Wrap. Entsprechend deutlich kann es beim Öffnen aus der Packung kommen. Fruchtige Sorten wirken oft frisch und direkt, cremige Richtungen wie Vanille oder Schokolade runder und süßer. Der Duft des kalten Wraps ist dabei meist lauter als der Geschmack beim Rauchen.
Ich würde das Aroma nicht blind nach dem buntesten Namen wählen. Eine kräftige Sorte kann eine herbe Mischung gut ergänzen, aber feine Eigenaromen auch ordentlich überdecken. Wenn die Füllung geschmacklich vorne bleiben soll, passt eine zurückhaltende oder nicht aromatisierte Variante besser. Bei süßen Wraps lohnt sich außerdem ein sauberer, nicht zu heißer Abbrand – sonst bleibt von der Aromatisierung schnell nur eine schwere Note übrig.
Ein Blunt Wrap braucht einen gleichmäßigen Grind. Zu grobe Stücke und harte Stängel drücken Löcher in das feuchte Blatt, feiner Staub setzt den Zug zu. Die Füllung wird über die Länge verteilt und erst zwischen Daumen und Zeigefingern zu einer gleichmäßigen Rolle geformt. Nicht sofort zuklappen. Wenn die Form vorher sitzt, geht der Tuck wesentlich sauberer.
Ein stabiler Tip ist kein Muss, macht das Mundstück aber kontrollierter und hält den Zug offen. Gerade bei einem dickeren Tabak-Wrap sollte die Rolle nicht bretthart werden. Die Hülle bringt selbst schon mehr Widerstand mit als Paper.
Bei den typischen Double-Platinum-Wraps übernimmt die gezackte Anleckkante die Naht; einen separaten Klebestreifen wie beim Longpaper gibt es nicht. Die Kante gleichmäßig anfeuchten, mit etwas Überlappung einrollen und die Naht kurz zwischen den Fingern andrücken. Sie braucht mehr Feuchtigkeit als eine normale Zuckergummierung, aber keinen Tauchgang. Ein komplett durchweichter Wrap wird weich, verzieht sich und reißt beim Nachformen leichter.
Springt die Naht wieder auf, liegt häufig Füllung zwischen den beiden Lagen oder die Kante war stellenweise noch trocken. Die Naht freimachen, gezielt nachfeuchten und erneut andrücken funktioniert besser, als den ganzen Blunt noch einmal nass zu lecken. Vor dem Anzünden darf die geschlossene Rolle ruhig einen Moment liegen. Die Spitze anschließend rundherum anrösten und erst ziehen, wenn eine gleichmäßige Glut steht.
Die Folienverpackung hält Feuchtigkeit und Aroma im Wrap. Nach dem Öffnen sollte sie deshalb direkt wieder sauber verschlossen werden, besonders wenn das zweite Blatt erst später dran ist. Wärme, direkte Sonne und ein offener Platz neben dem Aschenbecher trocknen die Kanten erstaunlich schnell aus.
Ist ein Wrap nur leicht trocken, lässt er sich vor dem Rollen vorsichtig und gleichmäßig anfeuchten. Nasses Küchenpapier direkt auf dem Tabakblatt ist keine gute Abkürzung: Es erzeugt matschige Stellen, nimmt Aroma mit und ist hygienisch unnötig. Besser wenig Feuchtigkeit, kurz warten und erst weiterarbeiten, wenn das Blatt wieder biegsam ist.
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